Lesereise in Sizilien
Sizilien 9. - 20. April 2002

Ein Reisebericht



Die persönliche Eindrücke eines Reiseteilnehmers

Nach Sizilien, zur "Königin im Mittelmeer", führte die Blättle-Leserreise vom 9. bis 20. April 2002, die bei allen Teilnehmern schon in Vorfeld hochgespannte Erwartungen weckte.

Sizilien ist mit 25.708 km2 grösste und mit über5 Mio. Einwohnern bevölkerungsreichste Insel des Mittelmeeres. Mit ihren neun Provinzen, Haupstadt Palermo, ist sie weitgehend autonom. Die Insel ist fast durchweg gebirgig und von lebhaftem Vulkanismus geprägt.

Gleichsam als Wahrzeichen erhebt sich weithin sichtbar über der Ostküste der mächtige, schneebedeckte Gipfel des Ätna, mit 3.326 m Höhe und einem Durchmesser von 42 km an der Basis, der grösste noch tätige Vulkan Europas.

Die Besiedlung konzentriert sich in den fruchtbaren und wasserreichen Küstenregionen, aber auch im Inneren finden sich zahlreiche landestypische, malerische Städte und Dörfer, in denen die wechselvolle Geschichte  und hohe Kultur Siziliens deutlich wird.

Einzigartig schöne Landschaften, zahllose Denkmäler aus der Antike, darunter die besterhaltenen griechischen Tempelanlage überhaupt, wie auch die eigentümlichen Bauwerke aus der Normannenzeit haben Sizilien schon immer zu einem höchst anziehenden Reiseziel gemacht.

Schon bei der Abreise und während der Fahrt durch die Schweiz und Norditalien wurde die Sehnsucht nach Wärme und Sonne Geweckt. Regen, Schnee, kalter Wind und Temperaturen zwischen  -2°C und 7°C prägten das  Wettergeschehen, das die gute Stimmung im Bus keineswegs beeinträchtigte. Gegen 16.30 Uhr trafen wir in Genua ein und betraten um 19.00 Uhr das funkelnagelneue Fährschiff "La Superba" der Grimaldi-Linie, das nach seiner Indienststellung im März eine kurze Kreuzfhrt unternommen hatte und nun mit uns und anderen nicht sehr zahlreichen Passagieren seine erste Reise nach Sizilien antrat. Exklusivität pur!

Strahlender Sonnenschein und milde Temperatur am nächsten Morgen luden ein zur Entspannung. Die Stunden auf dem Meer prägten anregende Gespräche, wohltuende Sonnenbäder sowie Erkundungsgänge auf und unter Deck, bis wir gegen 15.00 Uhr den Monte Pellegrino passierten, von dem schon Goethe sagte, es sei das schönste Vorgebirge der Welt, und im Hafen von Palermo anlegten.

Dort erwartete uns Alfio, als Reiseführer für die kommenden Tage unser ständiger Begleiter.